Kranichrast und Hirschbrunft

Herbstexkursion im Müritz-Nationalpark und auf Usedom

Die mecklenburgische Seenplatte und die Ostseeküste sind jedes Jahr spektakuläre Drehscheibe des herbstlichen Gänse- und Kranichzuges. Von unserer Basis aus, einem typisch mecklenburgischen Gutshaus am Rande des Müritz-Nationalparks, haben wir die Möglichkeit, dieses Naturschauspiel aus nächster Nähe zu erleben.Mit Rad, Schiff, Kanu und Bus lernen wir die ganze Vielgestaltigkeit der Landschaft zwischen Müritz und Ostsee kennen. Die Vielfalt der Fauna und Flora wird Sie dabei genauso begeistern, wie die historische Landnutzungs- und Siedlungsgeschichte mit ihren Schlössern, Gutshäusern und Backsteinkirchen.

 

Details der Reise

1. Tag Kranichrast und Hirschbrunft

Reiseleiter Andreas Weber erwartet Sie im Hotel „Gutshaus Federow“, unmittelbar am Müritz-Nationalpark. Das ruhig an einem See gelegene Haus, hat sehr großzügige Zimmer. Es liegt direkt in der Einflugsschneise der Kraniche, auf ihrem Weg zum Schlafplatz. Am späten Nachmittag starten wir gleich zur ersten Beobachtungstour. Es geht zu den Kranichschlafplätzen und zur Hirschbrunft. Der Kranichschlafplatz am Rederangsee ist einer der größeren im Binnenland Ostdeutschlands. Bis zu 7000 Kraniche fallen zum Schlafen ins Flachwasser des Sees ein. Die riesigen Bruch- und Schilfwälder sind zu dieser Jahreszeit Kulisse für die Rothirschbrunft.

2. Tag Warnker See und „Alter Müritzhof“ mit Wacholderheide

Mit Sonnenaufgang starten wir eine Fußwanderung zum „Alten Müritzhof” – dem Geburtsort des ostdeutschen Naturschutzes. Vorbei an aufgelassenen Äckerflächen, Wäldern und Wiesen, mit guten Beobachtungsmöglichkeiten von ziehenden Kleinvögeln gelangen wir zum Warnker See, einem Wasservogelparadies der besonderen Art. Zwölf Entenarten und zu dieser Jahreszeit auch Gänse- und Zwergsäger nutzen den See als Schlafgewässer. Die nordischen Tafel- und Reiherenten hier häufig mit über 20.000 Individuen vertreten. Aus Nahdistanz sind Kolbenenten und Kormorane zu beobachten. Gleichfalls der Seeadler, der hier immer ausreichend Nahrung findet. Nach dem Mittagessen geht es ganz exklusiv in die größte Wacholderheide Mecklenburgs, wo wir neben verschiedenen Vogelarten, auch botanische Raritäten, wie Enziane, Sumpfherzblatt und Kuckuckslichtnelke entdecken wollen. Auf der nahegelegenen Müritz sind jetzt schon die nordischen Sing- und Zwergschwäne deutlich zu hören und zu sehen.

3. Tag Radtour durchs Sumpfgebiet am Ostufer der Müritz

An diesem Tag durchqueren wir per Rad ein riesiges Sumpfgebiet am Ostufer der Müritz. In der Stille der herbstlichen Moorlandschaft sind manchmal Bartmeisen zu hören, die im Schneideried überwintern. Erste Wintergäste, wie Raubwürger und Schwärme von Erlenzeisigen werden ebenfalls schon sichtbar. Immer wieder haben wir Gelegenheit, Rothirsche zu beobachten. Nachmittags erreichen wir das Dorf der „Alten Bäume” mit uralten Linden, Eichen und Kiefern. Hier sind es vor allem die verschiedenen Spechtarten, die uns interessieren.

4. Tag Usedom und Ostsee

Die Ostseeinsel Usedom ist zu jeder Jahreszeit ein interessanter Beobachtungsort. Unser Interesse gilt vor allem dem Peenemünder Haken, mit seinen Salzgraswiesen und kleineren Strandseen. Im Herbst halten sich hier vor allem Meeresenten, wie Trauer-, Samt- und Eiderenten auf. Auch Spießenten, Ohrentaucher und Mittelsäger können beobachtet werden. Zuvor besichtigen wir jedoch am Vormittag die Karrendorfer Wiesen, den Beobachtungsort für durchziehende Limikolen. Neben Alpen-, Sichel- und Zwergstrandläufer, halten sich in dem lagunenartigen Flachwassergebiet auch Pfuhlschnepfen und Dunkle Wasserläufer auf. Daneben erwarten wir noch jede Menge späte Durchzügler und in ihrer Begleitung Wanderfalke, Habicht und Sperber.

5. Tag Kanutour auf der „Alten Fahrt“ und das “Kleine Meer”

Eine Kanutour auf den ursprünglichen Seen des Nationalparks ist ein unbedingtes Muss. Zunächst fahren wir mit dem Bus quer durch den Nationalpark. Später steigen wir in bequeme Mannschaftskanadier um und fahren durch die „Alte Fahrt” – eine besonders urwüchsige Wasserlandschaft der Mecklenburgischen Seenplatte. Auf dem Rückweg machen wir Station an den Boeker Fischteichen wo wir Limikolen, Enten und Adler beobachten. Zum Abschluss überqueren wir mit dem Schiff das „Kleine Meer” die Müritz und beobachten nordische Gänse und Kraniche am Schlafplatz.

6. Tag Urwald Serrahn

Am letzten Tag unternehmen wir eine Busexkursion in den Serrahner Buchen-Urwald. Große Teile des Areals wurden schon im 19. Jahrhundert unter dem Großherzog von Mecklenburg -Strelitz – mit nur eingeschränkter Waldnutzung – vordergründig für die Jagd genutzt. Seit 50 Jahren besitzt das Gebiet den Status eines Naturschutzgebietes und unterliegt seither keiner weiteren Nutzung mehr. Nach der Wende wurde es in den Müritz-Nationalpark integriert und auf 7000 ha erweitert. Nach der Wende wurde es 1990 in den Müritz-Nationalpark integriert und auf 7000 ha erweitert. Die urwaldartigen Strukturen waren Hintergrund für zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen auf dem Gebiet der Fauna und Flora. Sehr lohnenswert sind neben den Wäldern, auch die vielen Moore Serrahns. Ein Moorsteg bringt uns die Vielfalt nährstoffarmer Vegetation näher. Neben Fieberklee und Wasserfeder, wächst hier auch der rundblättrige Sonnentau.

7. Tag Abreisetag

Nach einer Frühexkursion zu den Kranichen, endet die Tour mit einem gemeinsamen Frühstück. Eigenständige Heimreise.

Reisezeiten, Leistungen, Preise

Leistungen

Fachliche und organisatorische Begleitung durch einen ortskundigen Vegetationskundler bzw. Ornithologen 6 Übernachtungen in DZ in einem Mittelklassehotel
Frühstück und Halbpension
Fahrt mit dem Nationalparkbus
Tagestouren mit dem Bus nach Usedom und Serrahn
Extraführung in die Wacholderheide am Ostufer der Müritz
Kanumiete
Fahrradmiete
Schiffstour auf der Müritz
Bereitstellung hochwertiger Ferngläser

Reisezeiten

13. - 19. Oktober 2018

13. - 19. Oktober 2017

21. - 27. Oktober 2017

Preise

   990,- Euro/Person im Doppelzimmer

1.110,- Euro/Person im Einzelzimmer